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4
Dez
2009

KABUKI

fumanchu

Als ich vor 10 Jahren meine "Rote Phase" durchlebte (man kann die daraus entstandene Wand als Hintergrund noch auf dem Foto meiner ersten Parfümorgel bewundern), hatte ich noch nicht die geringste Ahnung von Pigmenten. Also strich ich meine Wand weiß, was immer eine gute Idee ist, und wusch sie mit irgendeinem roten Pulver in Acrylbinder ab. Das Verhängnis nahm seinen Lauf. Nach dem dritten, sehr anstrengenden Waschgang hatte ich ein perfekt ekliges Schweinchen-Bonbon-Rosa produziert. Eine Farbe, die nicht einmal ein Dreijähriger ertragen hätte. Was nun? Aufgeben? Wieder weiß streichen??

In meiner Verzweiflung fuhr ich noch einmal in den Pigmenteladen in der Oranienstraße in Kreuzberg (in Berlin eine Institution) und frage einen MEISTER. Zu diesem Zeitpunkt erschien mir der Mann wirklich wie Dr. Fu Man Chu persönlich, denn er sagte nur ein Wort: "Schwarz!".
Aha. Auf Rot muß Schwarz? Ich bekam also eine kleine Tüte mit etwas in die Hand gedrückt, das wie gemahlene Bitterschokolade aussah und fuhr damit voller Zweifel nach Hause. In Berlin wird man ja ständig hoch genommen. Würde ich bald in einer Black-Box leben?? Doch oh Wunder und tatsächlich - das war die Lösung! Aus dem widerlichen Candy-Rosa wurde ein tiefes, beruhigendes Flammenmeer. Wie durch einen Zauberschlag. Es hat mir über 10 Jahre jeden Tag verschönert.

Der sich geduldig vorarbeitende Leser mag erahnen, worauf es hinausläuft: Geniale Tricks. Die gibt es natürlich auch in der Parfümerie. KABUKI (TokyoMilk), in Berlin erhältlich bei 100&1 Seife, verwendet einen solchen und soll daraufhin untersucht werden.

Der Geruch? KABUKI kitzelt förmlich in die Nase. Angenehm, aber deutlich. Süß, Rot. Frucht, Portwein, Brombeere. Wie machen die das? Wieso ist das so angenehm stechend? Über die Zeit des Tragens verändert sich das Parfüm kaum, löst sich irgendwann recht unauffällig in einer nur leicht holzigen Basisnote auf. Was wurde hier verwendet? Ethylacetat? Vorstellbar. Das wäre mutig. Etwas "Nagellackentferner" ist in jedem Rotwein... Ethylmaltol? Vanille? Ja, klar - es ist süß, es ist fruchtig. Aber was noch? Fruchtnoten? Welche? Der Parfümeur weiß, daß Worte, in die man Gerüche landläufig übersetzt (wie "Pfirsich", "Pflaume", "Johannisbeere") nicht in seinem Labor stehen. Sie existieren nicht als reine Substanzen. Ein Aldehyd C-14 riecht nicht nach Pfirsich. Es erinnert nur daran. Ein beta-Ocimene riecht nicht nach Mango, es erinnert nur an (grüne) Mangos. Kaum eine einzelne Chemikalie bildet einen kompletten, bekannten Geruch ab. Namen wie "Schokolade", "Maritim" oder " grünes bengalisches Tempelfeuer" sind Marketing und haben mit den Inhaltsstoffen eines Parfüms nichts zu tun. Zudem gibt es die "Captives", also Neuentwicklungen, wie z.B. das seit 1965 bekannte Calone, die ein Parfüm bestimmen und die man nicht so einfach ersetzen kann. Enthält KABUKI etwa einen Stoff, den ich noch nicht kenne, noch nie gerochen habe? Gut möglich; ich bin erst bei knapp 400 Geruchsstoffen angelangt.

Der Ausweg war dann eine GC/MS Analyse, wie bereits erwähnt. Mein Gerät hat sich damit wochenlang gequält. Die sehr alte Spektralbibliothek kannte nur 80% der in KABUKI vorhandenen Stoffe. Die restlichen Substanzen waren ein Puzzlespiel. Manchmal half es nur einen Riechstoff erst "zu verdächtigen" und dann anhand eigener Bestände sauber auszumessen, um das eigene, gemessene Spektrum als Vergleich heranzuziehen. (Der Monster-Peak in der Mitte ist das übrigens das Lösungsmittel/Fixateur Diethylphthalat, DEP):

gcms-kabuki

Das Benzylbenzoat ist kein wichtiger Bestandteil der Komposition. Ich werde nicht alle Inhaltsstoffe von KABUKI angeben, sondern nur einzelne Zusammenhänge am Beispiel meines zweitliebsten Duftes (mein and worship me mag ich noch mehr!) aufzeigen. Ein komplettes Rezept wäre unfair gegenüber dem unbekannten Parfümeur und seiner Leistung. KABUKI besteht aus den folgenden Akkorden:
  • "Süß" - Ethyl Vanillin, Vanillin, gezielt überdosiert (eventuell Spuren ? von Ethyl Maltol)
  • "Rote Früchte" - Ocimene, Aldehyd C-14 (Pfirsisch), C-18 (? Kokos, nicht ganz sicher), Tropical Ionone für die Frucht und Citral für die Frische, das ganze in Verbindung mit blumigen Noten von alpha-Hexylcinnamaldehyd
  • "Portwein" - Butylcaprat
  • "Holz" - Vertenex/Woody acetate
Hinzu kommt noch etwas Besonderes: Benzaldehyd (CAS: 100-52-7), das den Stich in der Nase erzeugt. Das ist der geniale Trick, das "mysteriöse Schwarz" das aus dem "süßen Rot" eine tiefgründige Geschichte macht! Eigentlich wie bei einem Kuchen - auch da gibt man Bittere Mandeln dazu, damit der Geruch aufregender wird. Irgendwie erinnert mich der Duft an die alten, schönen Filmposter der "Dr. Fu Man Chu"-Filme. Halt "Schwarz-Rot".

3
Dez
2009

Yin Yang

YinYang

Jeder Parfümeur kennt Skatol, CAS: 83-34-1.
Skatol riecht intensiv nach Fäkalien und ist wirklich nichts, womit man heute oft arbeiten würde. Trotzdem ist es in extrem hoher Verdünnung (mindestens 1:10.000 !) in so manchem Blütenduft enthalten, trägt es doch erheblich zu Volumen und Haftung beispielsweise einer guten Jasmin-Note bei. Indol gehört in die gleiche Kategorie, es ist die chemische Mutter des Skatols. In alten Zeiten nutze man "Zibet" (das beste "Civet" kommt von Givaudan) um diese Effekte zu erreichen.

Skatol (bzw. 3-Methylindol) ist chemisch gesehen ein enger Verwandter des Indols: ein Indol mit einer Methyl-Gruppe an der Position 3. Das sieht so aus:

skatole1

Ich hatte vor längerer Zeit bei chemischen Experimenten (Synthese des Hormons Melatonin) bemerkt, daß auf einmal ein wundervoller, sehr diffuser, sommerwiesenartiger Geruch in der Luft lag! Der rührte von der Substanz 5-Methylindol her, CAS: 614-96-0. Das Molekül ist ein enger Verwandter des Skatols; die Methylgruppe ist nur an einer anderen Stelle des Moleküls angelagert:

5-meoi

Ich denke, man kann die Ähnlichkeit auch als Nicht-Chemiker gut erkennen. Mich würde interessieren, wie das von Leuten erklärt wird, die "Shapeisten" sind, also glauben, der Geruch würde durch die Form des Moleküls erklärt. Ich muß mich mal dahinter klemmen und mit "Gaussian" das Vibrationsspektrum ausrechnen...

5-Methylindol ist nicht giftig (nur wie fast alles "Xi") und läßt sich nach meinem bisherigen Eindruck gut als Riechstoff einsetzen. Leider kostet der Stoff sehr viel und ist schwer zu bekommen. Demnächst soll es trotzdem hier einen leichten fröhlichen Sommerduft auf Basis meines ganz persönlichen "Captives" geben. Denn niemand sonst nutzt 5-Methylindol als Riechstoff - er ist nicht dokumentiert!

Yin & Yang - das Schöne und das Häßliche sind untrennbar verbunden.

2
Dez
2009

Fantastic Men

Adler

Das Stockholmer Label "Byredo" brachte vor kurzem den sündhaft teuren und äußerst interessanten Duft "Fantastic Men" heraus, in Deutschland bei "Essenza Nobile" zu haben.

Wer schon einmal an Agarwood, Adlerholz, Oud, Gaharu, Jinko, Aloeswood - viele Namen für einen ganz besonders kostbaren Duft - gerochen hat, der wird bei Fantastic Men anerkennend nicken. Ja, so riecht es. Doch Fantastic Men als reines "Adlerholz-Immitat" zu beschreiben, wäre zu kurz gegriffen. Ich liebe den frischen Tannennadelduft, der sich recht schnell in noblen Weihrauch verwandelt, lange und edel anhält und sanft ausläuft. Ein schöner Kontrast zu meinem anderen Lieblingsweihrauchparfüm "Let Me Play The Lion" von Isabell Doyen. Jeder Mann sollte beide haben ;)

Gleich drei Parfümeure haben für "Fantastic Men" zusammengearbeitet: Jop van Bennekom, Gert Jonkers und Ben Gorham (Haus-Parfümeur bei Byredo). Ja, das sind schon phantastische Männer, die sowas können.

iFume

ifume

Uwe Manasse und seine Parfümkreationen (www.manasse.de) sind vielen ein Begriff. Ich persönlich halte seine "iFume" Düfte, die spielerisch die Anlehnung an ein bekanntes Smartphone suchen, für einen genialen Marketing-Kniff. Der urbane Nomade braucht nicht nur ein iPhone, sondern auch einen passenden Duft aus der Reihe "iFume". Meine persönlichen Eindrücke dazu:

iFume Pro (rötlich)
Cranberry, frisch. Verymoss/Evernyl im Abgang. Gefällt mir sehr.

iFume (grünlich)
Frisch gebadet, auch am Nachmittag. Sehr freundlich ausgewogene Mischung aus sanften Gewürzen und leichten Kräutern. Der Duft, der dem “Vorbild” m.E. im Design am nächsten kommt.

iFume Air
Hm. Luftig, aber auch etwas bitter. Sehr eigenwillig, kantig.

iFume Touch
Yeah, baby, yeah! Got my mojo!! „Eine Tag Urlaub auf Tahiti in einer Flasche.“ Cooles Zeugs. Flasche ist schon halb alle. Ein Meisterwerk. Guaven, Papajas, Weintrauben, viel frische Luft, ein Wasserfall. So war mein Tahitiurlaub vor 5 Jahren. Schöööön. Ein wirklich leichter, fruchtiger, nicht zu fruchtiger, bezaubernder Duft. Da kann man nur gratulieren. Mein Favorit.

Alle Düfte sind sehr professionell angelegt und im Design wirklich modern. Für mich bedeutet "modern" in Bezug auf einen Duft, daß der Duft vom Grundbild her an ein Gebäude aus Glas und Metall, von Licht und Luft durchdrungen erinnert. Oder an ein iPhone.

25
Nov
2009

and worship me

and worship me, EdT 50ml

Mein erster eigener "kommerzieller" Duft ist fertig.
and worship me ist ein Eau de Toilette mit sehr hoher Konzentration an Parfümöl (20%) und bekommt deshalb den eigenwilligen Zusatz "EdT supreme", in Anlehnung an die bekannten "EdT intense" (bzw. EdP für Männer).

and worship me erzählt eine Geschichte. Ein Mann wird versucht, das Falsche zu tun. Er sagt NEIN. Er wendet sich dem Leben zu und erreicht unendlich viel mehr, als er jemals hätte gewinnen können, wenn er der Versuchung erlegen wäre.

Die Geschichte findet sich bei einem Autor namens Matthäus, im 4. Kapitel. Gerade heute hochaktuell. Wer hat schon die Kraft, "NEIN" zu sagen? Meist laufen wir der Versuchung sogar noch hinterher. Aber wer die Kraft findet, sich zu widersetzen, der wird belohnt - auch wenn es erst nicht so scheint.

and worship me ist wirklich etwas besonderes. Echte Schönheit, kein Trug. Ich habe mir die Frage gestellt, was wohl passiert, wenn man die besten Zutaten, die dem Parfümeur überhaupt zur Verfügung stehen, nicht nur im Promille-Bereich, sondern gezielt verschwenderisch einsetzt. Ostindisches Sandelholz zum Beispiel. Wenn man die Produktionskosten ignoriert und dafür die Marketingausgaben völlig reduziert. Wenn man mit allen Regeln und allen Dogmen bricht. Ein EdT für Männer - ausschließlich - und auch noch ohne jede Citrusnote, das sich nur zu horrenden Kosten herstellen läßt und prinzipiell gar kein Geld bringen kann. Wieviel Spaß wäre das denn!!

Da war Erik mit seiner Leidenschaft für Koriander, diesem unscheinbaren Zauberzeugs. Ich habe beide Ideen kombiniert und nun fehlte nur noch ein Ersatz für die Citrusnote. Schon der erste Ansatz war vielversprechend, aber noch nicht frisch genug. Wochen später las ich in einem alten Parfümeur-Lehrbuch, daß auch Veilchenöl einem Herrenparfüm eine edle Kopfnote verleihen kann... und dann passte auf einmal alles zusammen.

Seltenes ostindisches Sandelholz, russischer Koriander und in der Kopfnote frisches Veilchen erzeugen einen atemberaubenden Effekt. Es ist, als würde man heim kommen. Nicht irgendein Ort, sondern der beruhigendste Ort, den man sich vorstellen kann.

Dann habe ich ein halbes Jahr zugehört, wie mich Freunde (Danke besonders an Sevim und an Boris!) immer wieder um den Duft gebeten haben und mir schließlich gesagt: "...jetzt oder nie!". Bitteschön.

www.andworshipme.com

Übrigens - während man Veilchen leicht nachmischen kann, ist das bei ostindischem Sandelholz, santalum album, bisher noch niemandem gelungen. Keine der vielen verfügbaren Nachmischungen kommt auch nur in die Nähe.

Ich habe erst einmal nur eine sehr kleine Menge produziert, da ich nicht mit einem großen Absatz rechne. Die Stationen "and worship me - von der Idee bis zum Verkauf" sollen nach und nach hier im Blog beschrieben werden.

Letztlich gilt mein besonderer Dank Erik Kormann. Ohne ihn würde es den Duft nicht geben.

20
Nov
2009

PFW Wettbewerb - BLAUSÄURE

cyanic
(ein erster Entwurf)

Außerhalb eines speziell dafür eingerichteten Labors hat dieses Teufelszeug nichts zu suchen. Dabei ist der Geruch typisch und gar nicht so unangenehm... Bittermandel, ja, das weiß jeder, aber auch irgendwie holzig.

Warum nicht den Versuch machen, daraus einen wahrhaft "diabolischen" Duft zu kreieren? Das soll mein Beitrag zum PFW Patchwood Wettbewerb werden: "Blausäure" (oder vielleicht auch "Cyanic"). Die Idee steht:

Kopf: Bittermandel, Kampfer
Herz: Kirsche, Candy
Basis: Holz, Weihrauch, Erde

Ich habe keine Ahnung, ob das wirklich funktionieren wird, aber ich will es wissen. Bis später!

7
Nov
2009

Kommentare

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6
Nov
2009

Erik Kormann - "7"

sieben

Erik Kormann, Berliner "niche perfumer", wie man auf Neudeutsch sagt, Inhaber des irdischen Äquivalents zu Mr. Magorium's Wunderladen (1000 &1 Seife) und Autor des bildschönen (ich platze immer vor Neid, wenn ich die Fotos sehe...) Blogs "aromatisches-blog" hat ein weiteres Parfüm in Eigenregie herausgebracht: "7".

7 ist durch den Monat Juli inspiriert und ein Meisterwerk an Präzision und Schönheit. Ich könnte nie mit nur sieben Zutaten auskommen, jedenfalls käme bei mir nichts heraus, was so wundervoll duften würde. Besonders interessant finde ich den gekonnten Einsatz von Stemone (CAS: 22457-23-4, duftet intensiv und frisch nach Feige, Holz und Minze) in dieser Komposition.

Baldini würde wahrscheinlich sagen: "Leider ist er ein Könner!" Aber wieso denn "leider", Monsieur Baldini? Zum Glück!

Nichts wie hin - Berlin läßt sich noch kurze Zeit bequem über Tegel anfliegen, dann ein Taxi zum Hackeschen Markt nehmen, die Rosenhöfe kennt dort jeder und "1000 &1 Seife" erst recht. Schon darf die Nase Sommer feiern. Wie Erik immer schreibt: "Immer der Nase nach!"

Hinweis: "7" gibt es nicht online zu kaufen.

PFW Wettbewerb II

Patchwood

Das Sample ist da!! PFW hat heute die Patchwood-Probe geschickt, die Voraussetzung ist, um an dem Wettbewerb für ein neues Parfüm teilnehmen zu können. Ein erster Eindruck: Kampfer, Wintergrün, wenig Holz. Changierend. Sehr nobel. Irgendwie aristokratisch. Vielleicht könnte man Patchwood mit Ethylsalicylat (Methylsalicylat wäre wohl zu hart) und Camphor nachmischen, aber dann würde diese Note wohl noch immer fehlen. Vielleicht noch etwas Woody carboxylate und Timberol dazu, eventuell dann? Aber darum geht es ja nicht, sondern um den Einsatz in einem neuen Duft. Und da fällt mir schon was ein :) !

28
Okt
2009

Erdbeer-Granate

erdbeerhandgranate

Sieht sie nicht gefährlich aus, die Erdbeer-Handgranate des Parfümeurs? ;) Aber es gibt sie tatsächlich!

Die Substanz heißt Strawberry Furanone, CAS: 3658-77-3 (2,5-dimethyl-3-hydroxy-4-oxo-4,5-dihydrofuran) und ist ein ultra-starker Riechstoff. Nutzen Sie ihn in Konzentrationen unter 1% (z.B. in DPG gelöst) und er zaubert herrlich fruchtige Ergebnisse in Verbindung mit anderen "Fruchtbildnern", wie frambinone (Himbeerketon), buchu oxime, hexyl cinnamaldehyde, phenoxyethyl isobutyrate, alpha-amyl cinnamaldehyde, para-anisaldehyde, aldehyde C-14 PEACH, aldehyde C-16 STRAWBERRY, dimethyl benzyl carbinyl butyrate, aldehyde C-18 COCONUT, fructone, alpha-damascone, tropical ionone, aldehyde C-12 Lauric, um nur einige zu nennen. Zusätzlich sollten Fruchtester und Zitrusdüfte beigemischt werden. Die Cinnamate machen die Früchte übrigens so richtig schön "rot".

Chromatographie-fuer-Einsteiger

Rein zufällig war in dem ausgezeichneten Chromatographie-Buch (Chromatographie für Einsteiger von Karl Kaltenböck), das ich gestern bekommen habe, die Analyse von "Erdbeersirup" angegeben. Die kommt zwar ohne den oben beschriebenen Erdbeer-Riechstoff aus (was nicht verwundert, Strawberry-Furanone ist stark und recht selten), ist aber trotzdem interessant. Mein Tip: ausprobieren und dann noch Strawberry-Furanone zufügen.

152 ethyl acetate, CAS: 141-78-6
152 ethyl butyrate, CAS: 105-54-4
152 isoamyl acetate, CAS: 123-92-2
152 amyl acetate, CAS: 628-63-7
061 isoamyl butyrate, CAS: 106-27-4
076 amyl butyrate, CAS: 540-18-1
030 ethyl benzoate, CAS: 93-89-0
015 citronellol, CAS: 106-22-9
015 geraniol, CAS: 106-24-1
076 strawberry glycidate 2, CAS: 121-39-1
091 strawberry glycidate 1, Aldehyde C-16, CAS: 77-83-8
030 benzyl benzoate, CAS: 120-51-4
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